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Presseberichte

Hülle in Fülle
Wer das künstlerische Schaffen von Ruth Knecht in seinen verschiedenen Phasen betrachtet, könnte sich über die Ambivalenz wundern. Denn sie will bewahren und Spuren sichern, aber auch loslassen und neue Prozesse forcieren. Da sind ihre textilen Wandobjekte „Samt und Seide“. Aus zerschnittenen Kleidern der Familie macht sie abstrakte und poetische Bilder. Eine Hülle wird zum Kunstobjekt, die Geschichte eines Lebens neu erzählt. Und da sind ihre „Millimeterarbeiten“. Ein Bild wird täglich überarbeitet, der Iststand durch einen Computerausdruck festgehalten. Ambivalent also? Nein. Denn alles, was Ruth Knecht tut, untersucht konsequent die Frage nach dem Kreislauf des Lebens.
Nicole Graner, sz extra, Süddeutsche Zeitung 18. bis 24. Februar 2010
hülle und fülle
Stoffobjekte aus persönlichen Kleidungsstücken
Vierzehn quadratische Holzrahmen, in denen Stoffstücke, Stickereien präsentiert werden. Miniaturen der Abstraktion, des Konstruktivismus, Hard Edge-Malerei? Die daneben hängenden Familienfotos von Ruth Knecht weisen die auf den ersten Blick so streng wirkenden Arbeiten dem Bereich der Spurensicherung, der Individuellen Mythologie zu. Einige der Stoffe und Kleidungsstücke hängen, scheinbar zufällig, auf dem Treppengeländer. Ruth Knecht trägt während der Eröffnung eins der Originalkleider, bewegt sich zwischen den Ausstellungsbesuchern und zeigt sich eloquent als Teil ihrer Arbeit.
Blumenkinder, Karl-Heinz Mauermann, Essen 2008

auto


Die Zukunft gehört dem Auto (Ulmer Graffiti 1987)
Ruth Knecht karikiert mit ihrer Objektkunst den typisch deutschen Autowahn, dem man bekanntlich selbst in Zeiten hoher Benzinpreise frönt, wo manch ein Sportwagenbesitzer lieber vor dem leeren Kühlschrank hungert, als auf sein Vehikel zu verzichten.
Jürgen Raap, Kölner Illustrierte, Januar 2009




... Auf wenigen Quadratmetern entfaltet sich wie durch das Vergrößerungsglas betrachtet eine große Kunstwelt im Kleinen, die sich von den USA bis Japan erstreckt. Dieses Ereignis wird als simultan verkleinertes Geschehen zusätzlich auf einem weißen Tisch fokussiert: Auf der Tischplatte sind im Miniatur-Maßstab die ausgestellten Postkarten als Fotos aufgereiht, womöglich als die kleinste internationale Kunstschau der Welt ...
Martin Blättner, "klein und fein", Kunstforum Bd. 131, S. 424f



Den "Lauf der Welt" visualisierte Roth in einer Assemblage mit Schokoladenfiguren und ihrer Stanniolverpackung. An diese Fluxus-Tradition anknüpfend konzipierte Ruth Knecht Installationen mit Osterhasen und Weihnachtsmännern, die sie als "ready mades" aus dem Süßwarenhandel unverändert in den Kunstbereich transformierte.
Jürgen Raap, Essen und Trinken - Schokolade, Kunstforum Band 160 S. 260, 263